Warum Sozialnetzwerke das Soziale zerstören

Ein Bild ist hierfür der Auslöser …
Soziale Netzwerke enthalten eine große Menge an Bildern, die scheinbar an das Soziale im Menschen appellieren sollen. Ach wie schrecklich es einem Tier geht. Ach wie schlimm es einem Kind geht. Und wie schlimm es erst in Kriegsgebieten aussieht. Nur ein „Klick“ auf gefällt mir oder auf „Teilen“ hilft bereits.
Erst vor wenigen Tagen habe ich mitbekommen, wie ein Kleinkind verschwunden ist, welches einige Tage später mehrmals in einer Großstadt von einem barfuß laufenden Mann hinter sich gezerrt gesehen wurde. Hat da jemand gehandelt? Nein!
Ebenfalls vor wenigen Tagen passiert:
in einem winzig kleinen Dorf, wo jeder jeden kennt, wurde in ein Laden (von der Art „Tante-Emma“) eingebrochen. Der Tresor wurde auf die Straße geschleppt. Mehrere Menschen sehen es. Niemand handelt!!!

Fazit:
Wieviel bewirkt so ein „sozialer“ Aufruf in einem „sozialen“ Netzwerk?
Offenbar rein gar nichts. Sie sind nur eine Unterart der Kettenbriefe, wo teilweise es offensichtlich ist, daß die Inhalte nicht der Wahrheit entsprechen. Kaum aber hat einer auf „Gefällt mir“ geklickt, schon sind all die Freunde mit dabei und ach so sozial gesinnt …
Im realen Leben zeigt sich aber die übliche Gleichgültigkeit und Feigheit! Denn wenn es darum geht an konkreten Handlungen endlich ein Mal sozial zu sein … für eine Oma im Bus aufstehen, nicht die dreckigen Schuhe auf einem Sitz im Zug abzulegen …
da fehlt wahrscheinlich an der Oma ein oben stehendes Transparent „Habe Achtung vor dem Alter“ mit einem „Gefällt mir“-Knopf.

Richtig?
Ich bin geneigt zu sagen: „Falsch“
Der Mensch würde auf den „Gefällt mir“-Knopf drücken, sich als absolut sozial und verantwortungsvoll fühlen, dabei aber die alte Oma ignorieren, seine dreckigen Schuhe auf die Sitze im Buß legen und mit lauter Musik weiter fahren … denn DIES IST DIE REALITÄT!!!
Denn das einzige was die „sozialen“ Netzwerke schaffen, ist die Menschen vom realen Leben und ECHTER Bildung fern zu halten!

Keine Kommentare mehr möglich.