Geschichte des McLaren F1

Woher kommt McLaren F1?
Entstehungsgeschichte einer Legende!

Sptember 1988. Grand Prix von Monza verloren. Da hat Gordon Murray eine Idee. In der Wartehalle des Mailänder Flughafens sitzt er mit Ron Dennis, Creighton Brown und Mansour Ojjeh zusammen und entwickeln ihre Idee. Ein „absolut perfekter Straßensportwagen“ soll gebaut werden. Entstehen soll ein 1000 Kilo leichter Dreisitzer aus Kohlefaser. Das benötigte Know-how ist für das erfolgsverwöhnte Formel-1-Team kein Problem: Chassis und Karosserie aus Kohlefaser, Titan-Schalldämpfer oder Doppelquerlenker aus Aluminium reduzieren das Gewicht auf ein Minimum. Die favorisierte Carbon-Bremsanlage muß Murray zurückstellen, weil die Bremswerte bei Kälte und Nässe nicht in den Griff zu bekommen sind.

Innenbelüftete Stahlscheiben sind dann die Realität geworden. ABS und Servolenkung bezeichnete Murray als überflüssig. Das Konzept wurde bei einem zehnstündigen Meeting am 8. März 1990 präsentiert. Dabei hatte man die Fledermaustüren vom für uns völlig unbekannten Toyota Sera abgeguckt.

Die Urheberrechte liegen bei McLaren. Dieses Bild ist hier allein deshalb verwendet, weil McLaren dies für Artikel erlaubt:
„© Copyright McLaren Automotive Limited. Reproduction free for editorial use only.“

Das Herz sollte ursprünglich vom F1-Partner Honda kommen. Diese haben jedoch aus Zeitgründen abgesagt. Murray kommt daraufhin zu seinem alten Freund und Motorenguru Paul Rosche. „Nocken-Paule“ baute die Straßen- und Rennmotoren für den BMW-Sportler M1. Rosche war es, der beim Einstieg in die F1 den kleinen Vierzylinder entwickelte, welcher irgendwann an die 1400PS leistete. Der Aussage des Hrn. Rosche nach, fehlten damals Leistungsprüfstände, welche eine solch hohe Leistung messen konnten. Bis 1996 war er Technischer Geschäftsführer der BMW M GmbH und leitete die Entwicklungen der M-Motoren. Genau dieser Paul Rosche war es, der beim Comeback 99’ den BMW-V10 entwickelte.

Die Vorgabe für den McLaren war: Saugmotor, zwölf Zylinder, 550 PS – maximal 250 Kilogramm schwer. Das Ergebnis war: 6,1-Liter-V12 mit 627 PS. Hochgezüchtet brachte dieser auf über 750PS beim S70/3-V12-Motor. Bei den Fahrleistungen hatten die Entwickler auch klare Vorstellungen. Der damalige Geschwindigkeitsrekord lag bei knapp unter 350km/h. Diesen Rekord wollte McLaren um 50km/h überbieten. Logischerweise sorgte diese Ansage für große Aufmerksamkeit.

Die Urheberrechte liegen bei McLaren. Dieses Bild ist hier allein deshalb verwendet, weil McLaren dies für Artikel erlaubt:
„© Copyright McLaren Automotive Limited. Reproduction free for editorial use only.“

So war das Auto technisch und leistungsmäßig seiner Zeit um Jahre voraus. Nicht nur beim Preis wurden Rekorde gebrochen. McLaren verlangte für das Fahrzeug mit nicht gerade großzügiger Ausstattung (Klimaanlage und Musikanlage) stolze 1,5 Millionen DMark. Doch das Wichtigste – die Fahrleistungen: diese sind heute noch besser, als die manch eines Supersportlers. Hierzu trägt auch das Leergewicht von weniger als 1.200kg bei. Ein Porsche Carrera GT wiegt knapp 1.400kg. Ein Mercedes-Benz SLR McLaren – knapp 1.800kg. Die Leistungsüberlegenheit wird beim direkten Vergleich zum Porsche GT und dem Nachfolger (McLaren SLR) deutlich:

0-100 km/h F1: 3,4 SekundenCarrera GT: 3,8 SekundenSLR: 3,9 Sekunden

0-200 km/h

F1: 9,4 Sekunden

Carrera GT: 10,7 Sekunden

SLR: 11,1 Sekunden

V-Max:F1: bis 391 km/h (inoffiziell: Ehra-Lessien, Niedersachsen, 31. 03. 1998)Carrera GT: 330 km/hSLR: 334 km/h

Nordschleife:


F1: 7:45 min (Keine verlässliche Quelle gefunden)

Carrera GT: 7:32 min (sport auto)

SLR: 7:40 min (autobild)


Die Entwicklung des Fahrzeug war jedoch keinesfalls Problemlos verlaufen. Bereits beim ersten Prototypen – genannt XP1 – sorgten diese dafür, daß dieser bei den Testfahrten in Flammen aufging. Schlußendlich wurde der Super-Sportler von 1993 bis 1998 64 Mal gebaut. Prototypen und Rennfahrzeuge nicht eingerechnet. Heute sind es noch sehr viele Supersportler, die an den Fahrleistungen des McLarenF1 die Zähne ausbeißen. Und wenn so ein Fahrzeug mal zum Verkauf steht, werden mehr als über 1 Million Euro aufgerufen – weit mehr als für manch einen neuen Supersportler. Dieses Fahrzeug verdient zurecht den Status: Vater aller Supersportler!

Anbei noch zwei Videos: V-Max-Rekordfahrt und die Fahrt auf der Nordschleife.

PS: Ich habe auf der Homepage von McLaren zwei Bilder gefunden. Der Betreiber schreibt: „© Copyright McLaren Automotive Limited. Reproduction free for editorial use only.“ Weil es sich hier um einen solchen Artikel handelt verwende ich zwei Bilder. Dennoch: Ich suche Bilder, die ich auch unter Beachtung der Urheberrechtgesetzte in Deutschland hier verwenden darf! Bilder vom Fahrzeug, und insbesondere dem Innenraum und Motor. Wer helfen kann, schreibt mich bitte an. (z.b. im Forum oder greatest [at] freakmail [.] de)

Quellen:
www.autobild.de
www.gilthserano.de
www.autozeitung.de
www.carpassion.com
BMW
McLaren

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