Wenn man schon alles hat

Eine längere Zeit dachte ich, daß die Rubrik für den christlichen Glauben leer bleiben würde. Nun glaube ich etwas doch schreiben zu müssen. Dies geschieht KEINESFALLS aus persönlichen UNglauben! Der persönliche Glaube hat zwar Krisen und echte Achterbahnen hinter und wahrscheinlich vor sich. Doch gerade weil „irgendein / oberflächlicher Glaube“ eine Modeerscheinung geworden ist, muß auch aus gegebenem Anlaß etwas kritisches dazu gesagt werden!

In schöner Regelmäßigkeit wünscht sich der Mensch immer mal wieder etwas. In schöner Regelmäßigkeit fallen (höchstwahrscheinlich rein formal) die Worte: „DEIN Wille geschehe!“. All die frommen Worte und Wünsche, all die Gebete, die im voraus gesprochen wurden … Insgeheim will der Mensch aber, daß GENAU DAS passiert, was ER gern hätte!

Es war nun so ein Tag! Monate- und Jahrelang hat man sich im voraus und weltweit mit einem bestimmten Thema beschäftigt. Gott weiß, wie viele Gebete gesprochen wurden! Immer wieder hieß es: Gott möge doch seinen Willen zeigen! Er möge sich doch dazu äußern!!!

„EIN SCHWARZER TAG“ – ist die Bezeichnung der Wahl, weil die Erwartungen sich nicht erfüllt haben.

  • Vergessen sind die Gebete „DEIN Wille geschehe“.
  • Vergessen ist, was man ohnehin schon alles hat.
  • Vergessen hat man, daß man sich „GLÄUBIGE“ nennt …

Wenn einem der EIGENE Wille verweigert wird, ist es ein „SCHWARZER TAG“ – SO SIEHT DER GLAUBE eines modernen Christen aus!

 

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